Immobilienpreise in Nürnberg

Der Immobilienmarkt boomt. Zinsen auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto? Fehlanzeige! Ein Ende des Anstiegs der Immobilienpreise ist (noch) nicht in Sicht. Im Jahr 2018 verzeichneten die Immobilienpreise in Nürnberg einen erneuten Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Mit der Veröffentlichung des alljährlichen Immobilien Reports hat die Stadt Nürnberg einige interessante Daten und Entwicklungen des Nürnberger Immobilienmarktes offengelegt. Wir haben uns die Entwicklung der Immobilienpreise in Nürnberg einmal näher angesehen und Ihnen nachfolgend in kompakter Form die wichtigsten hieraus gewonnen Kernerkenntnisse aufbereitet:

Wohnungsmarkt – Neubau- und Bestandswohnungen gleichauf

Den richtigen Kaufpreis im Vorhinein festzulegen gestaltet sich häufig schwieriger als zunächst angenommen, denn: Es gibt nicht den einen Marktpreis. Neben Zustand und Ausstattung ist hier vor allem die Lage entscheidend.

Wie dem aktuellen ImmobilienReport 2018 der Stadt Nürnberg zu entnehmen ist, lag der durchschnittliche Kaufpreis für Bestandswohnungen im vergangenen Jahr bei 2.400 €/m² (Neubauwohnungen: 4.400 €/m²). Dies entspricht einem Anstieg von ca. 14% gegenüber dem Wert aus 2017 (2.100 €/m²). Die Preise für Neubauten legten gegenüber 2017 (3.900 €/m²) „nur“ um knapp 13% zu.

Wohnhäuser legen ebenfalls zu – aber langsamer

Auch die durchschnittlichen Kaufpreise für Wohnhäuser in Nürnberg legten im Jahr 2018 noch einmal kräftig zu. Das Wachstum fiel gegenüber dem klassischen Wohnungsmarkt jedoch moderater aus, was jedoch noch nicht als Anzeichen für eine Entspannung der Märkte zu erkennen ist. Der Kaufpreis einer klassischen Doppelhaushälfte nahm gegenüber 2017 um etwa 7-8 % zu. Hierbei bleibt anzumerken, dass Objekte in sehr guten Lagen (z.B. Erlenstegen) einen leicht stärkeren Anstieg also solche in einfachen bis guten Lagen (z.B. Langwasser oder Ziegelstein) verzeichneten.

Auch die Mieten steigen

Die steigenden Immobilienpreise in Nürnberg machten sich ebenfalls im Hinblick auf das allgemeine Wohnmietniveau bemerkbar. Abhängig von Art und Zustand der jeweiligen Immobilie bewegten sich die Mieten im Vorjahr (2017) im Bereich 7,50 – 11,50 €/m². Im Jahr 2018 lagen diese bei durchschnittlich 8,00 – 12,00 €/m² und somit etwa 0,50 €/m² über den Vorjahreswerten. Zunächst harmlos anmutend, bedeutet dies für die Miete einer 100 m² Wohnung eine jährliche Mehrbelastung von ca. 600 €/m² gegenüber dem Vorjahr.

Gründe und Aussichten

Die bereits zu Beginn dieses Artikels angerissene „Nullzinspolitik“ gilt für viele als der Kerntreiber der scheinbar endlos weiter steigenden Immobilienpreise. Viele Investoren, private wie institutionelle, nehmen Immobilien häufig als die letzte verbliebene Investitionsalternative wahr, um die Null- oder sogar teils Negativzinsen zu umschiffen. Sie setzen somit auf das klassische „Betongold“, dies teilweise jedoch zu (objektiv betrachtet) utopischen Preisen.

Als ebenso wichtig gilt der nach wie vor ungebrochene Zustrom von Bürgerinnen und Bürgern aus ländlichen Regionen in die Städte. Diese deutschlandweit beobachtbare Entwicklung wird zumeist unter dem Begriff der „Urbanisierung“ zusammengefasst. Eine oftmals ausgeprägtere Infrastruktur (insbesondere hinsichtlich Arbeitssituation und medizinischer Versorgung) stellen dabei häufig die Hauptgründe für diese regionale Verschiebung dar.

Es ist derzeit nicht abzusehen, ab wann eine Normalisierung des künstlich niedrig gehaltenen Zinsniveaus zu erwarten ist. Ebenfalls ist in naher Zukunft keine Umkehr des starken Zuzugs in die Stadtregionen zu erkennen. Diese stetig wachsende Nachfrage trifft dabei auf ein nur sehr begrenztes (bzw. sehr zäh und langsam wachsendes) Angebot an Wohnungen. Stetig steigende Preise sind somit die logische Konsequenz. Um diesen zu begegnen greift die Politik auf Mietpreisbremsen bzw. Mietstopps und ähnliche Mechanismen zurück. Es bleibt hierbei fraglich, inwieweit diese Maßnahmen letztendlich den gewünschten Erfolg (die Normalisierung des Preisniveaus) erzielen.

Unsere Meinung Zum Anstieg der Immobilienpreise in Nürnberg

Unsere Einschätzung: Es ist unumstritten, dass Maßnahmen gegen stark ansteigende Preise notwendig geworden sind. Statt Verbote oder weitere Regulierungen auf den Weg zu bringen, befürworten wir die aktive Förderung für den Neubau von bezahlbaren Wohnungen. Die effektivste Maßnahme, um einer stetig wachsenden Nachfrage zu begegnen ist, das Angebot auf der anderen Seite entsprechend ebenfalls auszuweiten. Die Grundidee der Politik, Mieten zu begrenzen, um somit ebenfalls die Preisanstiege einzudämmen, stellt lediglich eine Bekämpfung der Symptome dar. 

Denn Tatsache ist: Es fehlen (bezahlbare) Wohnungen und das allein in Nürnberg zu tausenden. Durch die Drosselung von Mieten wird hierbei keine einzige neue Wohnung geschaffen.

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